Telemedizin in der Schweiz: ärztliche Behandlung per Video und Telefon
Arztpunkt ist eine Schweizer Online-Praxis. Sie schildern Ihr Anliegen, wählen einen Termin und sprechen per Video oder Telefon mit einer Ärztin oder einem Arzt mit Schweizer Praxisbewilligung. Rezept, Arbeitsunfähigkeitszeugnis oder Überweisung erhalten Sie danach digital – ohne Wartezimmer und ohne Anfahrt.
Was ist Telemedizin?
Telemedizin bezeichnet die ärztliche Beratung und Behandlung auf Distanz. Anamnese, Beurteilung und Therapieempfehlung finden per Videogespräch oder Telefon statt, die Dokumentation läuft digital. Medizinisch gelten dieselben Regeln wie in der Praxis: dieselbe Sorgfaltspflicht, dieselbe Dokumentation, dieselbe Schweigepflicht. Was sich ändert, ist der Weg dorthin – Sie sprechen von zu Hause, aus dem Büro oder unterwegs mit der Ärztin oder dem Arzt.
Für viele Anliegen reicht das Gespräch mit Blick auf die betroffene Stelle völlig aus: ein Hautausschlag, ein Infekt, eine Rezeptverlängerung, eine Beratung. Für anderes braucht es Hände, Stethoskop oder Labor – dann ist die Praxis vor Ort der richtige Ort, und wir sagen es Ihnen im Gespräch offen.
So läuft die Online-Sprechstunde ab
Sie brauchen keine App und keine Installation: Der Link öffnet die Sprechstunde direkt im Browser, auf Computer, Tablet oder Smartphone. Wer lieber telefoniert, wählt die telefonische Konsultation.
Wofür Telemedizin gut geeignet ist
Unsere Ärztinnen und Ärzte behandeln die meisten Anliegen, die sich per Video zuverlässig beurteilen lassen, zum Beispiel:
- Hautprobleme – Ausschläge, Akne, Ekzeme, Insektenstiche
- Erkältung und Atemwege – Husten, Halsschmerzen, Fieber
- Magen-Darm-Beschwerden
- Allergien – von Heuschnupfen bis Insektenallergie
- Blasenentzündungen
- Kopfschmerzen und Migräne
- Schlafstörungen und leichte psychische Beschwerden
- Rezeptverlängerungen und Folgeverordnungen, etwa für eine laufende Physiotherapie
- Beratungen – Reisemedizin und Impfungen, sexuelle Gesundheit, Verhütung, Haarausfall, Rauchstopp
Einen Überblick über alle Sprechstunden finden Sie unter Behandlungen; jede Seite dort beschreibt, was im Gespräch geklärt wird.
Wann Telemedizin nicht der richtige Weg ist
Bei Anzeichen eines Notfalls gehört die Behandlung nicht ins Internet, sondern sofort in ärztliche Hände vor Ort: starke Brustschmerzen, Atemnot, Lähmungserscheinungen oder plötzliche Sprachstörungen, Bewusstseinsstörungen, starke Blutungen, schwere Verletzungen, Vergiftungsverdacht. Wählen Sie in diesen Fällen den Notruf 144.
Auch sonst gilt: Wenn eine körperliche Untersuchung, ein Labor oder eine Bildgebung nötig ist, sagen wir das im Gespräch und verweisen Sie an eine geeignete Praxis oder ein Spital weiter. Eine Online-Sprechstunde ersetzt keine Untersuchung, die Hände braucht.
Was Sie aus der Sprechstunde mitnehmen
- Rezept für Medikamente, wenn die Behandlung medizinisch sinnvoll und sicher ist
- Arbeitsunfähigkeitszeugnis (AUF) nach ärztlicher Beurteilung
- Überweisung an Fachärztinnen und Fachärzte
- Schriftliche Empfehlung, wie es weitergeht – und wann Sie sich erneut melden sollten
Alle Dokumente landen digital in Ihrem Patientenprofil. Ein Rezept ist dabei immer Ergebnis der ärztlichen Beurteilung und keine Bestellung: Wenn eine Therapie aus ärztlicher Sicht nicht vertretbar ist, erklären wir Ihnen, warum – und was stattdessen sinnvoll ist.
Kosten und Krankenkasse
Die Abrechnung erfolgt nach dem offiziellen Arzttarif: TARMED, ab 1. Januar 2026 TARDOC – genau wie bei einem regulären Praxisbesuch. Sind Sie in der Schweiz grundversichert, übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) die Kosten gemäss Ihrer Franchise und Ihrem Selbstbehalt. Halten Sie Ihre Versicherungskarte für den Termin bereit.
Selbstzahlerinnen und Selbstzahler – auch aus dem Ausland – erhalten eine Privatrechnung, die per Kreditkarte oder Twint bezahlt werden kann. Es gibt kein Abonnement und keine Mitgliedschaft: Sie bezahlen die Konsultation, die Sie in Anspruch nehmen.
Datenschutz: was mit Ihren Angaben passiert
Arztpunkt erfüllt die Anforderungen des Schweizer Datenschutzgesetzes (DSG) und der DSGVO. Die Verbindung ist vollständig verschlüsselt, Ihre medizinischen Daten werden ausschliesslich auf Schweizer Servern gespeichert, und Videogespräche werden nicht aufgezeichnet. Für die Ärztinnen und Ärzte gilt die ärztliche Schweigepflicht – online wie in der Praxis. Details stehen in unseren Datenschutzbedingungen.
Telemedizin oder Praxisbesuch?
| Situation | Online-Sprechstunde | Praxis vor Ort |
|---|---|---|
| Hautveränderung beurteilen lassen | Meist gut möglich – Kamera zeigt die Stelle | Nötig bei Verdacht auf etwas, das getastet oder entfernt werden muss |
| Erkältung, Husten, Halsschmerzen | In der Regel möglich | Bei schwerem Verlauf oder Verdacht auf Lungenentzündung |
| Rezept verlängern, Folgeverordnung | Gut möglich nach ärztlicher Beurteilung | Wenn Kontrolluntersuchungen anstehen |
| Beratung zu Reise, Verhütung, Rauchstopp | Gut möglich | Wenn Impfungen verabreicht werden müssen |
| Abhorchen, Abtasten, Blutentnahme, Röntgen | Nicht möglich | Nötig |
| Notfall mit Sofortmassnahmen | Nicht geeignet | Notruf 144 oder Notfallstation |
Wer Sie behandelt
Hinter Arztpunkt steht ein kleines Team aus Ärztinnen und Ärzten mit Schweizer Praxisbewilligung: Dr. med. Pascal Bafteh, Dipl. med. Alexandros Papageorgiou und Dipl. med. Thomas Monasterios. Sie sehen auf der Teamseite, wer Sie behandelt, inklusive Lebenslauf – bei uns spricht keine anonyme Hotline mit Ihnen.
Träger der Praxis ist der Verein Cureon, Wachterweg 23, 8057 Zürich (Handelsregister HR01-1006407165). Aufsichtsbehörde ist die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich. Behandelt wird telemedizinisch in der ganzen Schweiz, Angaben zum Betrieb finden Sie im Impressum.
Häufige Fragen zur Telemedizin
Ist Telemedizin in der Schweiz erlaubt?
Ja. Ärztinnen und Ärzte mit Schweizer Praxisbewilligung dürfen auch auf Distanz beraten und behandeln; es gelten dieselben Sorgfalts- und Dokumentationspflichten wie in der Praxis. Unsere Ärztinnen und Ärzte behandeln ausschliesslich nach Schweizer Gesundheitsrecht.
Zahlt die Krankenkasse die Online-Sprechstunde?
Bei Schweizer Grundversicherung übernimmt die OKP die Kosten gemäss Franchise und Selbstbehalt, abgerechnet wird nach TARMED beziehungsweise TARDOC ab 1. Januar 2026. Selbstzahlerinnen und Selbstzahler erhalten eine Privatrechnung, zahlbar per Kreditkarte oder Twint.
Bekomme ich ein Rezept?
Wenn die Ärztin oder der Arzt die Behandlung als medizinisch sinnvoll und sicher beurteilt, ja – digital in Ihrem Patientenprofil. Ohne ärztliche Indikation wird kein Rezept ausgestellt.
Kann ich mich online krankschreiben lassen?
Ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis kann nach ärztlicher Beurteilung auch aus der Online-Sprechstunde ausgestellt werden. Ob und für welchen Zeitraum, entscheidet die Ärztin oder der Arzt im Gespräch.
Wer darf Arztpunkt nutzen?
Personen mit Wohnsitz in der Schweiz, die über die Grundversicherung versichert sind, Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sowie Selbstzahlerinnen und Selbstzahler aus dem Ausland.
Brauche ich eine App?
Nein. Sie erhalten vor dem Termin einen Link, der die Sprechstunde direkt im Browser öffnet – auf Computer, Tablet oder Smartphone.
Was passiert, wenn eine Untersuchung nötig ist?
Dann sagen wir Ihnen das im Gespräch und verweisen Sie an eine geeignete Praxis oder ein Spital weiter. Die Vorabklärung online spart Ihnen trotzdem Wege, weil klar ist, wohin Sie gehen.
Werden Videogespräche aufgezeichnet?
Nein. Videogespräche werden nicht aufgezeichnet; dokumentiert wird wie in jeder Praxis in der Krankengeschichte.
Weiterlesen
Bereit für Ihren Termin?
Anliegen schildern, Zeitpunkt wählen, sprechen. Ohne Wartezimmer, mit einer Ärztin oder einem Arzt aus der Schweiz.