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Haargesundheit

Haarausfall behandeln: Finasterid, Minoxidil & realistische Erwartungen

von Dr. med. Pascal Bafteh · 24. Juni 2026

Die häufigste Ursache

Hinter den meisten Fällen steckt die androgenetische Alopezie (anlagebedingter Haarausfall). Sie ist gut behandelbar – je früher man beginnt, desto mehr lässt sich erhalten.

Minoxidil

Minoxidil (topisch oder als niedrig dosierte Tablette) fördert die Durchblutung und verlängert die Wachstumsphase der Haare. Studien belegen einen Nutzen für Erhalt und teilweise Verdichtung. Es muss dauerhaft angewendet werden – setzt man ab, geht der Effekt zurück.

Finasterid

Finasterid hemmt das Enzym 5-α-Reduktase und senkt damit das Hormon DHT, das die Haarwurzeln schrumpfen lässt. Es bremst den Verlust und kann zu Nachwachsen führen. Es ist verschreibungspflichtig; mögliche Nebenwirkungen betreffen v. a. die Sexualfunktion (meist reversibel) – eine ärztliche Aufklärung ist wichtig.

Realistische Erwartungen

  • Erhalt der Haare ist wahrscheinlicher als deutliches Nachwachsen
  • Erste Effekte erst nach 3–6 Monaten
  • Wirkung hält nur bei kontinuierlicher Anwendung an
  • Weitere Optionen: Kombinationstherapie, PRP (begrenzte Evidenz), Haartransplantation

Welche Therapie zu Ihnen passt, klären wir – diskret und unkompliziert – in der Sprechstunde bei Haarausfall.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt – im Notfall an die Notrufnummer 144.

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